Traumatherapie und Tierkommunikation

Wie kam es zu dieser Kombination?
Als Pferde-Shiatsupraktikerin ist einer meiner Schwerpunkte die Traumatherapie bei Pferden. Daher bekomme ich Anfragen für Pferde-Traumabehandlung aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Aufgrund der Entfernung kann ich eine Behandlung nicht immer vor Ort durchführen. Daher habe ich angefangen Tierkommunikationen bei traumatisierten Pferden anzubieten. Mit der Zeit habe ich so erfahren, das im Setting eine Tierkommunikation ein Trauma bearbeitet und gelöst werden kann, ohne dass ich vor Ort eine Behandung mache.

Wie kann man sich das vorstellen?
Bei einer Tierkommunikation gebe ich dem Tier über eine empathische Fragestellung die Möglichkeit sich auszudrücken. Im Laufe des Gesprächs entwickelt sich so eine Vertrauensbasis, die es dann ermöglicht gemeinsam mit dem Tier seine Angstsituationen und Traumata anzuschauen. In diesem geschützen Bereich können dann die verdrängten Gefühle nochmal angeschaut werden, gemeinsam gefühlt werden, um sie dann zu lösen. Dabei geht es weniger darum den Blick noch mal auf die schlimmen Situationen und die Bilder zu richten, sondern mehr um das Fühlen der Gefühle, die das Tier damals erlebt hat.

Wie entsteht ein Trauma?
In einer traumatisch erlebten Zwangslage sind die Gefühle so schlimm, dass sie nicht ausgehalten werden können. Daher werden sie verdrängt und im Körper abgespeichert sind. In alltäglichen Situationen, die teilweise ganz harmlos sind, werden diese verdrängten Gefühle getriggert und das Tier reagiert unverhältnismäßig stark und für den Besitzer unverständlich. Durch Verhaltenstraining kann hier nur bedingt geholfen werden und an einem bestimmten Punkt kommt man nicht weiter. Hier hilft die Traumatherapie.

Ein Praxisbeispiel dazu:

Panisches Jungpferd Dago

Vorgeschichte:
Die Besitzerin von Dago kontaktierte mich, weil ihr fast 3- jähriger Wallach oft Koliken hat. Er wirkt psychisch und physisch sehr unreif und ist bei neuen Dingen sehr schreckhaft. Er kann nicht in eine Box gestellt werden, weil er dann so panisch im Kreis rennt, dass er sich selbst verletzt. Die Besitzerin kann nicht mit ihm auf dem Reitplatz arbeiten, weil er völlig unkonzentriert ist. Im Umgang ist er sehr lieb und freundlich.

Traumatische Erfahrung:
In der Tierkommunikation ist Dago zugänglich, wirkt aber gleichzeitig nervös, abgelenkt. Er hat das Gefühl aufpassen zu müssen, damit ihm (nicht nochmal) ein schlimmer Fehler unterläuft. Es stellt sich im Gespräch heraus, dass er von seiner Mutter sehr plötzlich und zu früh abgesetzt wurde. Er hat sich durch die plötzliche Trennung elend gefühlt und sich die Schuld gegeben das seine Mutter nicht mehr da ist. Er dachte, wenn er mehr aufgepasst hätte, wäre das nicht passiert. Ein Teil von ihm ist daher ständig mit der Vergangenheit beschäftigt.

Lösung:
Wir fühlen gemeinsam die schlimmen Gefühle der Trennungssituation. Er merkt, dass es nur „Gefühle“ sind und er diese Gefühle nun aushalten kann und sie dadurch lösen können. Dann stelle ich ihm gedanklich (in einer Art Aufstellung) seine Mutter an die Seite. Das beruhigt ihn und er fühlt sich geliebt und beschützt. Dieses Bild kann er nun mehrere Tage mit sich tragen, solange er es braucht.

Feedback:
Einige Monate später erzählt mir die Besizerin, dass Dago viel ruhiger geworden ist und auch nicht mehr panisch rennt, wenn er in einer Box steht. Er ist nicht mehr dauernd abgelenkt und kann sich jetzt gut konzentrieren. Sie hat damit angefangen ihn auszubilden und er freut sich darüber neue Dinge zu lernen und ist mit Begeisterung bei der Arbeit dabei.

Traumatherapie bei Pferden

„Es gibt keinen fundamentalen Unterschied zwischen Mensch und Tier in ihren Fähigkeiten, Freude und Schmerz, Glück und Elend zu fühlen.“

Die Seele des Tieres

Charles Darwin

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